Wien, ja da wollte ich schon immer einmal hin und nun endlich hat es mal funktioniert. Freitags Morgens wo meisten anderen Leute noch im Bettchen liegen und schlafen, fuhren wir bereits zum Flughafen Köln. Der kurze Flug mit der Germanwings brachte uns pünklich und ohne Verspätung nach Wien. Dort angekommen fuhren wir mit dem Taxi in unser Hotel, das neue Lindner am Schloss Belvedere. Das moderne und neue Hotel überraschte uns doch angenehm, mit einem offenen begehbarem Bad, ist alles sehr stylisch und designt eingerichtet. Kurze Zeit später dann mit der Straßenbahn, die direkt vor dem Hotel abfährt, in die Stadt. Als erstes zum Frühstück ins berühmte Hotel und Konditorei Sacher und natürlich ausgiebig einige Wiener Spezialität u.a. "Sacher Torte" genussvoll verspeist. Gut gestärkt, für den Tag besorgten wir uns im Fremdenverkehrsamt die Wien-Karte. Mit dieser Karte kann man 72 Stunden lang kostenlos alle öffentliche Verkehrsmittel nutzen und fast Sehenswürdigkeiten vergünstigt besichtigen. Besichtigen ist das Stichwort. Was sollen wir uns bei dieser Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zuerst anschauen? Nun gut, für mich  als langjährigen Pferdefan gab es nur eins, die Wiener Hofreitschule und natürlich günstigerweise nur gerade um die Ecke vom Fremdenverkehrsamt. Die Morgenarbeit von den Pferden konnte man durchgehnd bis Mittags besuchen. Es erwartet uns beeindruckende Pferde und Reiter ebenso die prunkvolle Reithalle. Beim Verlassen der Hofreitschule meldeten wir uns gleich, für die Führung am Nachmittag in den Stallungen an. Nun wollten wir aber doch mal durch die Stadt, zu den großen Fußgängerzonen. Dort gibt es alles was das Shoppingherz höher schlagen läßt, alles ist da, was man kaufen kann oder auch nicht. Wer einmal in Wien ist, sollte es nicht verpassen, einige Geschäfte unbedingt, na sagen wir mal, zu besuchen. Dazu gehört z.B. Meinl am Graben, Demel, Schönbichler u.v.m.. Nach der kurzen Schaufensterbesichtigung verlangte uns nach einem tradionellen Mittagessen. Wir gingen ins Beisl "Weibel´s Wirtshaus", gemüdlich und mit guter Wiener Küche war natürlich das Wiener Schnitzel auf dem Essenplan. Danach zu gut gestärkt, zur Führung der Stallungen der Hofreitschule. Durch luxuriöse, noble, feinlichst saubere Stallungen wurden wir so ca. 1,5 Stunden lang geführt.  Hier erfuhr man alles über die edlen  weißen Pferde. Nach der Führung ging es dann nach Hause in unser Hotel, umziehen für die Oper war nun angesagt. Pünklich und rechtzeitig fanden wir uns in der Wiener Staatsoper zur Aufführung des Ballett "Fledermaus" ein. Einen Konzertbesuch in Wien sollte man lange vorher planen, damit man auch noch eine der sehr begehrten Eintrittskarten bekommt. Die Aufführung war restlos ausverkauft und die Musik und Inszenierung einfach nur eine Klasse für sich. Nachdem die Aufführung beendet war, fehlte uns ja noch ein Abendessen. Am Wiener Prater gelegen besuchten wir das Edelgasthaus "Eisvogel"  mit sehr guter Wiener Küche. Danach endlich für den ersten Tag sehr spät ins Bett. Geschafft! Lächeln 


Aufgewacht mit Sonnenschein und gut gefrühstückt,  ging die Besichtigungstour weiter. Als erstes in die Hofburg, ein riesengroßes Gebäude. Allein eine genauere Besichtigung würde gut und gerne einen Tag dauern. Mit einem Audioguide sahen wir die Kaiserappartements, das Sissi Museum und die Silberkammer. Im älteren Teil der Hofburg gelegen die Schatzkammer, sie birgt die Schätze der Habsburger, die österreichische Kaiser- und Reichskrone. Zum Mittagessen gingen wir ins Cafe Central, mit seinem sehr dekorativem Interieur mit Säulen, gelegen im Palais Ferstel. Im Cafe kann man gut zu Mittagessen, es ist aber leider oft sehr überfüllt und doch sehr touristisch. Um die Ecke sollte man sich noch das Schottenstift mit der dazu gehörigen Kirche ansehen. Sehr schöne alte Häuser mit wunderschönen Innenhöfen und Geschäften liegen in diesem Viertel. Nachmittags besuchten wir noch den Stephansdom und die Kaiserkruft. Bei der Kaiserkruft hieß man uns so herzlich Willkommen, das wir doch etwas zu lachen hatten, obwohl eine Begräbisstätte nun wirklich nichts zu lachen ist. Es war sehr bedrückend, diesen unterirdischen Friedhof zu besichtigen. Danach bei dem schönen Wetter bummelten wir noch etwas durch die Stadt, sahen den Viakern nach oder nur dem bunten Treiben der Straßen kann man wunderschön in einem der fast 500 Kaffees beobachten. Zum Abschluß des anstrengenden Tages ein Abendessen in einen der vielen Kellergewölben. Man hat auch hier wieder die Qual der Wahl, die bekanntesten wohl Augustinerkeller, Rathauskeller sowie Zwölf-Apostelkeller. Auf dem Heimweg sind wir spontan noch bei dem Burgtheater Wien vorbei. Dort kann man kurz vor Beginn der Vorstellung immer noch günstige Restkarten erhalten, nur leider war die Warteschlange zu lang und wir gingen leer aus. Gegenüber befindet sich das Rathaus. Abends wunderschön beleuchtet und in der Wintersaison gibt es davor eine Schlittschuhbahn. Dieses Marathonprogramm absolvierten wir alles zu Fuss, deshalb gönnten wir uns die Heimfahrt ins Hotel im der Straßenbahn.

Letzer Tag, den Vormittag verbrachen wir im Kunsthistorischen Museum. Hier sind die gesammelten Kunstwerke der Habsburger zu sehen.  Das Museum zählt aufgrund seiner beachtlichen Sammlung zu einem der bedeutendsten der Welt. Auch hier hatten wir wieder einen Audioguide, was sehr zu empfehlen ist. Selbstverständlich, hier könnte man ganz locker einen ganzen Tag verbringen. Erwähnen muss ich noch das Restaurant unter der großen Kuppel, Sonntags gib es hier einen ausgiebigen noblen Brunch. Zum Abschluss besuchten wir noch das Schloss Belvedere, was in Sichtweite unserem Hotel liegt. Den sehr schönen Garten, sowie ein Museum mit den Bildwerken von Monet, Renoir u. van Gogh u.v.m..
 
Servus, baba, Wien. Dann hatten wir einen unvergeßlichen Heimflug, das Tief Xynthia hat uns voll erwischt. Wir landeten dann Gottseidank gesund, aber leider nicht munter in Köln. Weil etliche Flüge nicht in Frankfurt landen konnten und hier hin umgeleitet wurden, war natürlich das große Chaos am Gepäckband angesagt. Aber die Heimfahrt war auch nicht schlecht. Wir wollten die Abfahrt Dierdorf nehmen und durch das Sayntal fahren, mußten dann aber wieder zurück auf die Autobahn, weil alles gesperrt war. Das war der leider nicht so schöne Abschluß eines ansonsten ganz tollen Wochenendes. Wien ist wirklich eine Reise wert. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal dort. Fahrt doch auch mal hin, ich würde mich freuen, wenn ich für Euch buchen könnte und noch ein paar Tips geben könnte.